Angelsportfreunde Engelskirchen e.V.
 

Looper Stausee wieder angestaut!

Beitrag vom 24.10.2018


Nach fünf endlos langen Wochen haben wir für alle Mitglieder und Gastangler eine freudige Nachricht. Die von der Bezirksregierung verordnete vertiefte Überprüfung ist abgeschlossen und der Looper Stausee zum Wochenende wieder angestaut.

Nur dank der strikten Einhaltung der maximalen Absenkgeschwindigkeit von < 2 cm/h, dem Einbau von Dammbalkensperren und der zuletzt einvernehmlichen Kommunikation mit dem Kraftwerksbetreiber konnte ein Fischsterben verhindert werden. Außerdem sind wegen der geringen Wassermenge in der Agger keine größeren Fische über die Sperren aggerabwärts gespült worden.

Mit dem abgesenkten Wasserspiegel hatten sich nun Möglichkeiten ergeben, die bisher im Wasser liegenden Uferbereiche endlich von Unrat zu reinigen. Insbesondere haben wir mit unseren Mitgliedern diese Gelegenheit genutzt und in mehreren Arbeitstagen starke Äste und vor allem Baumkronen herausgezogen.

Speziell an den Angelstellen der Waldseite wurde das Geäst aus dem Schlamm großflächig entfernt, so dass hier jetzt wieder große Hechte oder Zander ohne Herzklopfen sicher gedrillt und gelandet werden können.

Das Beste kommt jedoch zuletzt. Wegen der langen anglerischen Fastenzeit haben wir uns entschieden, einen Besatz mit Karpfen, Schleien, Rotaugen und Barschen vorzunehmen.
Der Besatz wurde in den letzten Tagen eingebracht.

Mit dieser Maßnahme haben wir die Attraktivität des Looper Stausee’s auch für die letzten Monate des Jahres für unsere Gäste und Mitglieder gesteigert und wünschen allen Angelfreunden ein starkes „Petri Heil“.

Der Vorstand



PS. Ab Freitag gibt es wieder Gastkarten an den bekannten Vorverkaufsstellen.


Massensterben der Aale an den Wasserkraftwerken

Während der monatelangen Phase der Trockenheit mit geringen Niederschlägen hatten die Flüsse im Einzugsbereich der Agger extremes Niedrigwasser. Vereinzelte Niederschläge reichten gerade für einen mehrfach unterbrochenen Aufstieg der Großsalmoniden in Sieg und Agger aus, jedoch nicht für die Abwanderung der Blankaale.

Dieses sollte sich ab dem 30.11. (Montag) ändern. Innerhalb von 30 Std. fiel so viel Regen, dass der Pegel in Engelskirchen von 60 cm am 1.12. auf 240 cm anstieg. Jetzt schlug die Stunde der Blankaale. Mit dem ablaufenden Hochwasser machten sie die geschlechtsreifen Aale nach ca. 20 Jahren Aufenthalt in der Agger und ihren Nebengewässern auf den Weg über den Rhein nach Holland. Von dort schwimmen sie durch die Nordsee und den Atlantik zu ihrem einzigen Laichgebiet in die Sargassosee, um sich dort fortzupflanzen.

Tausende dieser Fische werden ihr Laichgebiet jedoch nie erreichen. Neben den natürlichen Feinden werden die Aalbestände insbesondere durch die Turbinen der Wasserkraftwerke dezimiert. Seit man in unseren Flüssen an vielen Stellen Wasserkraftwerke mit Turbinen betreibt, erreichen nur noch ganz wenige dieser wertvollen und geschützten Tiere den Atlantik, weil sie ohne jede Schutzvorrichtung in die Turbinen gelangen können und dort geschreddert oder durch die großen Druckunterschiede beim Durchgang durch die Turbinen getötet werden. Viele werden auch nur verletzt und verenden nach wenigen Stunden und Tagen jämmerlich.
Es ist davon auszugehen, dass in ganz NRW zig Tonnen dieser wertvollen Fische bestialisch Jahr für Jahr getötet werden und für die Vermehrung nicht mehr zur Verfügung stehen.
Dieses hat dazu geführt, dass der Aal mittlerweile auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten steht.

An den Wasserkraftwerken der Agger hat man in diesem Jahr durch Verkleinerung der Stababstände an den Einlaufrechen auf 20 mm versucht, das Hineinschwimmen der Aale in die Turbine zu verhindern. Erreicht hat man jetzt, dass die Aale durch die hohe Anströmgeschwindigkeit vor die Rechen gedrückt werden, von dort nicht mehr wegschwimmen können. Dort gefangen, werden die Aale von den Rechenreinigungsmaschinen so stark gequetscht das sie tödlich verletzt sind und mit dem ausgetragenen Schwemmgut in die Abfallcontainer fallen. Dort sterben Sie dann in Mitten des Unrats im Müllcontainer. Eine derartige Quälerei ist kaum vorstellbar.

Damit hat sich auch diese von Regierung und Behörden geforderte Verkleinerung der Stababstände an den Einlaufrechen zum Schutz der Aale und aller Fische als absolut wirkungslos herausgestellt. Das Leiden der Tiere ist gar vergrößert worden. Diese betrifft unter anderem auch die uralten Kraftwerke an der Agger.

Es ist eine Illusion zu glauben, durch irgendeine techn. Maßnahme an den Wasserkraftwerken die Forderungen des Grundgesetzes, des Tierschutzgesetzes und des Landesfischereigesetzes zum Schutz der aquatischen Lebewesen zu erfüllen. Insbesondere für den Aal fehlen nachhaltige, wirksame Schutzstrategien für Wasserkraftwerke. (EU – Aal VO)



Wenn der Tierschutz grundsätzlich noch ernst genommen werden soll, kann nicht weiter akzeptiert werden, was mit wissentlicher Zustimmung unserer Landesregierung mit den Lebewesen unterhalb der Wasseroberfläche passiert.

Mit unglaublicher Ignoranz schiebt das „grüne“ Umweltministerium NRW in einer ideologischen Denkweise alle Eingaben bzgl. dieses Themas beiseite. Es verkauft den Verbrauchern ernsthaft, dass in den Wasserkraftanlagen „grüner“ Ökostrom zum Wohl von Umwelt und Natur erzeugt wird. Eine ganzheitliche Betrachtung dieser Stromerzeugung findet weder ökologisch noch ökonomisch statt.

Weder die enormen Sedimentansammlungen in den Staustufen welche nachweislich große Mengen Methan ausstoßen, eines der schädlichsten Treibhausgase überhaupt, noch die grundsätzliche Verschlechterung der Wasserqualität durch verringerte Fließgeschwindigkeiten und Erwärmung werden angeführt. Eine Stromerzeugung, durch die das komplette Ökosystem Fließgewässer ausgelöscht wird, kann doch nicht grün sein!

Als Krönung des Ganzen wird das Gemetzel der zu Tode gequälten Kreaturen von den gutgläubigen Verbrauchern noch subventioniert. In diesen hohen auf dem freien Markt nicht wettbewerbsfähigen Stromgestehungskosten sind aber die ökologischen Schäden noch nicht einmal bewertet. Millionen schwerer Wiederansiedlungsprojekte werden ebenso von den Stromkunden bzw. Steuerzahlern bezahlt.

Das der Aal nicht noch weiter dezimiert ist, geht auf das enorme Engagement der Fischerei zurück. Durch umfangreiche Besatzmaßnahmen mit Glasaalen unterhalb der Wasserkraftanlagen werden die Aalbestände gestützt. Die Kosten für den Bestand mit jungen Besatzfischen sind enorm und werden an der Agger allein durch die Vereine und Fischereigenossenschaften aufgebracht. Wasserkraftanlagenbetreiber haben sich daran noch nie beteiligt und doch sind diese die Verursacher des Problems – wie steht es hier mit dem Verursacherprinzip?

Der Anteil der mit Wasserkraft erzeugten erneuerbaren Energie liegt bei nur 3,1% der Gesamtbruttostromerzeugung der BRD. Der Anteil aller Aggerkraftwerke beträgt 0,0019 %. Durch die Nutzung der Wasserkraft mittels Turbinen zur Stromerzeugung werden nahezu 100 % der abwandernden Aale aus dem gesamten Einzugsbereich der Agger auf grausamste Art geschreddert oder zerquetscht.
Das massenhafte Sterben von unzähligen anderen Arten wurde hier noch nicht einmal beschrieben!

Angesichts dieses Jahr für Jahr stattfindenden Massakers fordern wir die umgehende Stilllegung der Turbinen und einen ökologisch sinnvollen Rückbau der Wehr- und Stauanlagen.




Landesfischereiverordnung vom 13. Nov 2014

Änderung der Landesfischereiverordnung vom 13. November 2014Liebe Angelsportfreunde,mit Wirkung vom 13. November hat die Landesregierung die Landesfischereiverordnung, die für alle Angler in NRW bindend ist, neu geregelt. Die wichtigsten Änderungen sind unten aufgeführt:Die Äsche bekommt eine ganzjährige Schonzeit in allen Angelgewässern der Angelsportfreunde Engelskirchen e.V.Mit dieser Unterschutzstellung folgt die Landesregierung unserer vereinsinternen Entscheidung aus 2004, die Äsche ganzjährig zu sperren.Schonzeit und Mindestmaß für Bachsaibling und Regenbogenforelle wird aufgehoben.Da der Besatz von Regenbogenforellen in Fließgewässern nicht gestattet ist, macht auch ein Mindestmaß keinen Sinn mehr. In Stillgewässern pflanzen sich diese Arten nicht fort.
Lebende Köderfische dürfen nicht mitgeführt und zum Fang von Fischen verwendet werden.
Der Fischfang mit lebenden Köderfischen war ausnahmslos schon früher verboten. Mit dem Verbot des Mitführens lebender Köderfische will man v. a. die Verschleppung gebietsfremder Arten verhindern.
Meldepflicht beim Fang von Lachs, Meerforelle und Äsche.
Zum Schutz und zur Förderung von Lachs, Meerforelle und Äsche sind Fänge dieser Arten umgehend mit Angabe des Fangortes dem Gewässerwart oder einem anderen Vorstands-mitglied zu melden. Die Fangangeben werden dann entsprechend der Verordnung an die untere Fischereibehörde weitergegeben. Die Telefonnummern sind in der Gewässerordnung angegeben.Die gesamte Landesfischereiverordnung können Sie hier [217 KB] einsehen
Der Vorstand erwartet von allen Mitgliedern und Gastanglern die unbedingte Einhaltung und Befolgung aller gesetzlichen Bestimmungen, Verordnungen, Erlasse und der Bestimmungen der Vereinsgewässerordnung.